Mail an meine Betreuerin

Januar 28, 2008

Heute habe ich eine erste mail an meine Betreuerin geschrieben. Sie wird mich auf meinem Weg begleiten. Wir stehen persönlich, per Mail und per Telefon in Kontakt. Ich werde in einem anderen Posting genauer auf sie und ihre Rolle eingehen.

Hallo Frau Z.,

ich hoffe es geht Ihnen gut.
Ich bereite mich jetzt langsam aber stätig auf den Beginn meiner Ernährungsumstellung vor.
Letze Woche habe ich mich bereits umgesehen wo ich die einzelnen Bestandteile meiner neuen ernährung kaufen kann und war ziemlich überrascht ud entsetzt als ich nach Kidneybohnen im Glas oder der Konserve suchte und dabei feststellen musste, dass in jeder Dose die ich im normalen Supermarkt fand Zucker enthalten war. Also habe ich mich forscherisch allen Konserven genähert und dabei festgestellt, das fast überall Zucker enthalten ist.
Leider bin ich bei ganz vielen Sachen auf dieses Problem gestossen. Überall ist irgendwas drin. Zucker, modifizierte Stärke, pflanzliche Fette etc etc.
Wahnsinn, das war mir vorher nicht klar!
Nur der Vollständigkeit halber: Kindneybohnen habe ich jetzt getrocknet im Bioladen gekauft.

Da ich ja bisher nie gefrühstückt habe, obwohl ich weiß dass mir das besser bekommen würde, versuche ich mich jetzt schon mal mit meinen bisherigen Lebensmitteln an die 3 Mahlzeiten Regel mit 5 Std. Abstand zu halten.
Außerdem versuche ich auf die 4 Liter am Tag zu kommen, scheitere daran aber im Moment noch. Liegt in der Hauptsache daran, dass ich das Trinken tagsüber einfach häufig vergesse. Aber das wird auch noch :)

Außerdem “verabschiede” ich mich gerade von bestimmten Lebensmitteln, so habe ich letzen Freitag die letze Lasagne in einiger Zeit für Freunde gekocht und gegessen. (Die Freunde sind ein wenig betrübt, freuen sich aber über meine Entscheidung)

Heute abend habe ich das erste Mal, ich glaube meines Lebens, fettlos gekocht. Ich habe Huhn und Champignons und Zucchini in einem Dünsteinsatz im Kochtopf gekocht bzw gedünstet. Mit Petersilie und Knoblauch und das war ziemlich lecker. Noch keine nouvelle cuisine, aber viel leckerer als ich vermutet hatte. Nur das Huhn war ein bißchen zäh. Vieleicht habe ich es zu lange drin gelassen?

Das mag Ihnen vielleicht ein bißchen lustig vorkommen (kommt es mir selber), aber für mich sind dass alles Hürden, weil ich meine Essstörung beruhigen und auf die Veränderung vorbereiten muss.
Dabei ist gerade sowas wie heute total super, weil lecker und damit ein echter Erfolg war.
Nach diesem langen Bericht (tut mir leid, ich muss mich mitteilen)habe ich aber auch noch eine Frage:

Auf meinem Plan steht Sojajoghurt. Auch dem habe ich mich genähert und er schmeckt furchtbar. Steht der auf meinem Plan, weil ich angegeben hatte, das ich selten Naturjghurt esse?
Könnte ich also den Sojajoghurt gegen naturjoghrt eintauschen oder muss ich jetzt alle Sojajoghurts durchprobieren, in der Hoffnung auf einen zu stossen mit dem ich mich geschmacklich anfreunden kann?

Übrigens: Ich plane am Samstag anzufangen mit den Entlastungstagen und nächste Woche geht es dann los. Sofern nicht noch irgendwas dazwischen kommt, aber das ist zur zeit der Plan.

Ganz herzliche Grüße

mizzieme

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